Teilstrombewirtschaftung

Die Separierung von Abwasserteilströmen ermöglicht einerseits die bedarfsgerechte Aufbereitung und somit das trinkwassersparende Recycling von Wasser, aber auch die gezielte (Nähr)Stoffrück-gewinnung/(Nähr)Stoffnutzung aus einzelnen, hochkonzentrierten Abwasserströmen. Hingegen stellt die praktische Umsetzung der Separierung in Privathäusern und Quartieren eine Herausforderung an die notwendige Infrastruktur dar. Die Nutzung von rückgewonnenen (Nähr)Stoffen bedarf darüber hinaus ebenfalls einer angepassten Infra- und Nutzungsstruktur. Daneben sind auch Aspekte der Installation, Wartung und Instandhaltung dieser Systeme von zentraler Bedeutung. Die laufenden Kosten müssen so niedrig sein, dass sich ein netto-Mehrwert der Maßnahmen ergibt.

Unter anderem die folgenden Überlegungen sind in diesem Zusammenhang abzuwägen:

  • Welche Möglichkeiten der Braunwasserverwertung und Schwarzwassernutzung sind realistisch?
  • Wie viel Separierung brauchen wir? Was ist ökonomisch? Was ist effizient (Schwarzwasser kontra (Braun-/Gelbwasser), Vor- und Nachteile der Gelbwasserseparierung)?
  • Welche Potenziale und Probleme bietet eine Stoffstromtrennung im Bestand, bzw. im Neubaugebieten, in der Stadt, in ländlichen Regionen?
  • Wo liegen Schwächen der aktuellen Technologien zur Stoffstromseparierung?
  • Welche strukturellen, logistischen Herausforderungen gibt es zu beachten? Welche die Infrastruktur betreffenden Maßnahmen (z.B. Installateurs- und Ingenieursausbildung, nährstoffverwertenden Betriebe, Transportsysteme) müssen vorgesehen werden?
  • Wie ist die Perspektive der Verwertung der Endprodukte?

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